Neubauwohnungen stehen in der Gunst der Berliner

Die Bundeshauptstadt Berlin erfreut sich anhaltender Beleibtheit. Rund 40.000 Neuberliner sind jedes Jahr zu verzeichnen. Der damit einhergehende Bedarf an zusätzlichem Wohnraum ist bekannt, ebenso die teilweise leidenschaftlich geführten Diskussionen über Neubauprojekte im Berliner Stadtgebiet.

Eine aktuelle und repräsentative Studie, die die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ in Auftrag gegeben hat, untersucht die Akzeptanz von Neubauprojekten in der Berliner Bevölkerung. Dabei zeigt sich, dass eine große Mehrheit der Berliner Neubauprojekten positiv gegenüber steht – selbst wenn sich die Baustelle in unmittelbarer Nähe zum eigenen Wohnhaus befindet.

Zusätzliche Neubauvorhaben sind notwendig, um die hohe Nachfrage nach Wohnraum – vor allem auch in Berlin – zu befriedigen.                       Foto: pixabay.com

Zusätzliche Neubauvorhaben sind notwendig, um die hohe Nachfrage nach Wohnraum – vor allem auch in Berlin – zu befriedigen. Foto: pixabay.com

Zwei Drittel der befragten Berliner äußerten in der Umfrage, dass sie kein Problem darin sähen, wenn in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft neuer Wohnraum entstünde. Die überwiegende Mehrheit (74 Prozent) spricht sich für Neubautätigkeiten aus. Jeder zweite Berliner kann sich zudem vorstellen, selbst in einen Neubau umzuziehen.

Nach Altersgruppen unterteilt, fällt die Zustimmung leicht differenziert aus. Auf die Frage: „Wäre es in Ordnung, wenn in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ein Neubau entstehen würde?“, antworteten die Befragten wie folgt:

Bei den Jüngeren (18-29 Jahre) stimmten dem 73 Prozent zu, bei der mittleren Altersgruppe (30-49 Jahre) bejahten 74 Prozent die Frage, bei der Gruppe älterer Menschen (50 Jahre und älter) sank die Zustimmung auf 59 Prozent.

Auch nach Bezirken unterteilt fällt die Zustimmung zu Neubauprojekten unterschiedlich stark aus. Im Berlin-Vergleich besonders gering war die Zustimmung zu der obigen Frage in den Bezirken Spandau (52 Prozent) und Marzahn-Hellersdorf (54 Prozent). Besonders hohe Zustimmung erfahren Neubauprojekte dagegen in den Bezirken Treptow-Köpenick (70 Prozent), Pankow (71 Prozent) und Berlin-Mitte (76 Prozent).

Franz Rembold, Gründer und Geschäftsführer von Agromex:

„Die hohe Nachfrage nach Wohnraum im Berliner Stadtgebiet und die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt haben dazu geführt, dass Neubauprojekte diese hohe Akzeptanz in der Bevölkerung erfahren. Auch die immer besser werdende Einbindung von Öffentlichkeit, direkten Anwohnern und lokalen Politikern schon während der Planungsphase trägt zur hohen Akzeptanz bei. Die große Beliebtheit Berlins und die stetigen Zuwachszahlen sind bekannt, zusätzliche Bautätigkeit die nötige Konsequenz – dass dies auch mal in der eigenen Nachbarschaft passiert, sehen die Berliner realistisch.“

 

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