Bilanz nach einem Jahr Mietpreisbremse

Ein Jahr nach ihrer Einführung zeichnet sich ab, dass die Mietpreisbremse nicht die Lösung für die angespannte Wohnungssituation in Berlin ist. Seit 1. Juni 2015 darf in Berlin der Mietpreis bei einem neu geschlossenen Vertrag nur maximal 10 Prozent über dem Ortsdurchschnitt liegen. Zudem müssen Vermieter Mietern Auskunft über die Miethöhe des Vormieters geben. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass bezahlbarer Wohnraum auch in beliebten Gegenden bestehen kann.

Foto Baukran

Fotocredits: Helga Ewert / pixelio.de

Ob die Mietpreisbremse in Berlin gescheitert ist, lässt sich nach nur einem Jahr natürlich noch nicht abschließend beurteilen.

Das Deutsche Institut für Wirtschaft in Berlin hat in einer Studie nachgewiesen, dass die Mietpreise kurzzeitig im Gegenteil sogar leicht angestiegen sind, weil sich Vermieter in den Monaten vor Einführung der Mietpreisbremse auf die Maßnahme vorbereitet haben, indem sie vorsorglich höhere Mieten verlangten. Seither ist das Mietpreiswachstum in Berlin weiterhin vergleichbar mit anderen gefragten Regionen der Bundesrepublik, in denen Mietpreise nicht reguliert werden.

Der Immobilienpreisauftrieb liegt bei Mietwohnungen mit 0,51 Prozent knapp unter dem bisherigen Wert von 0,59 Prozent, ein Indikator dafür, dass sich die Preise auf hohem Niveau stabilisieren.

Einigkeit herrscht daher in Fachkreisen in der Einschätzung, dass die große Nachfrage nach zusätzlichem Wohnraum nur durch gesteigerte Wohnungsbauten befriedigt werden kann.

AGROMEX realisiert aktuell drei neue Wohnprojekte im Berliner Stadtteil Alt-Treptow. In der Heidelberger Straße  entsteht ein sieben Häuser umfassender Neubau mit 159 Wohnungen. Etwa 40 der Wohnungen, die auf dem 4.000 Quadratmeter großen Areal entstehen, sollen zu Quadratmeterpreisen von höchstens 7,50 Euro vermietet werden,  ein Beitrag zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums.

Ebenfalls in Alt-Treptow entsteht das Wohnquartier Kiefholz, das mit Grünflächen und einem begrünten Innenhof das Bedürfnis nach naturnahen Wohnkonzepten erfüllt.  48 Wohnungen mit jeweils zwei bis fünf Zimmern werden bis 2017 fertiggestellt.

Neben diesen beiden Projekten plant AGROMEX bereits ein weiteres Projekt im Stadtteil,  in der Fanny-Zobel-Straße direkt am Spreeufer. Hier entstehen Wohnhochhäuser mit insgesamt rd. 208 Wohnungen und ein Apartmenthotel mit ca. 160 Apartments.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

HTML-Tags sind nicht erlaubt.