Prosperierender Wohnungsbau

Die große und stetig wachsende Nachfrage nach Wohnraum in der Hauptstadt ist seit längerem bekannt – verschiedene Lösungsansätze gibt es, um diese Nachfrage zu bedienen. Das ursprünglich avisierte Ziel von jährlich 10.000 neuen Wohnungen halten Experten für nicht ausreichend, längst wird die Zahl von 12.500 neuen Wohnungen pro Jahr angestrebt. Aktuell verhandeln Senat und Verbände der Immobilienwirtschaft über ein Neubau-Bündnis, denn allen ist klar, dass dieser Kraftakt nur gemeinsam, mit öffentlichen und privaten Mittel gestemmt werden kann. Einer aktuellen Bevölkerungsprognose zufolge wird die Einwohnerzahl Berlins bis zum Jahr 2025 sogar um 239.000 Personen steigen. Reichlich Nachfrage nach zusätzlichem Wohnraum also.

Die Haltung von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) ist in diesem Punkt eindeutig: „Wir wollen privates Engagement nicht abwürgen, wir brauchen es,“ sagte er jüngst auf der Vorstellung des Wohnungsmarktberichts der Investitionsbank Berlin.

Von Seiten der Politik sind erste Weichenstellungen erfolgt. So nimmt die Zahl der Neubaugenehmigungen zu, erstmals seit 1999 wurden im Jahr 2013 wieder mehr als 10.000 neue Wohnungen genehmigt. Exakt 12.518 Neubaugenehmigungen wurden erteilt, somit liegt die Zahl direkt im Zielkorridor, den Experten vorausgegeben haben. Jedoch sind weitere Voraussetzungen zu erfüllen, so fordert der Vorsitzende des Bauausschusses, Andreas Otto (Grüne): “Senator Müller muss endlich liefern, damit Investoren – landeseigene wie private – endlich günstigen Wohnraum neu bauen können.”

Auch der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Berlin/Brandenburg fordert die Politik auf, die richtigen Impulse zu setzen, um die nötigen Initiativen um Wohnraum zu schaffen zu unterstützen und nicht zu behindern. So dürfe die Politik Wohnungsbauvorhaben nicht durch übertriebene Forderungen erschweren.

Positive Signale in dieser Hinsicht kommen von der Liegenschaftsverwaltung. Um die angestrebte Zahl an Neubauwohnungen zu erreichen ist zu einem die Bereitstellung von zusätzlichem Bauland nötig. Hier hat das Land Berlin in den letzten Jahren bereits einige Grundstücke über den Liegenschaftsfonds meistbietend verkauft – weitere sollen folgen. Ein weiterer Ansatz ist, den zur Verfügung stehenden Bauraum möglichst effektiv zu nutzen. Der Trend geht daher zu weiteren Wohnhochhausbauten, um die Nachfrage nach zentralem Wohnraum zu bezahlbaren Preisen auf dem nur begrenzt zur Verfügung stehenden Raum zu bedienen. Berlin befindet sich damit auf der Höhe der Zeit, denn auch in anderen großen Metropolen wurde erkannt, dass zusätzlicher Wohnraum in Innenstadtlagen in die Höhe geplant werden muss.

Franz Rembold, Gründer und Geschäftsführer der AGROMEX:

„Der Trend zu Wohnhochhäusern in Metropolen ist folgerichtig und angesichts der begrenzten Fläche und gleichzeitig steigender Nachfrage die beste Lösung. Mit den Plänen für unser Hochhausensemble in der Fanny-Zobel-Straße haben wir diesen Trend bereits vorweggenommen. Hier werden auf optimal genutzter Fläche attraktive Räumlichkeiten für Wohnungssuchende entstehen.“

Die vielen Neubauprojekte bieten auch eine große Chance, durch die Einbeziehung moderner Techniken und Konzepte, ökologischer und nachhaltiger zu bauen. Smart City ist hier das Stichwort und umschreibt das Ziel, zukünftig mit Ressourcen bewusster und schonender umzugehen.  In diesen Zusammenhang passt die Meldung, dass Anfang März Deutschlands größte Solaranlage auf einem Wohnhaus in Berlin ans Netz ging. Berlin wird damit seinem Ruf als innovative Metropole gerecht und zeigt die Machbarkeit nachhaltiger Techniken auf.

 

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