Neue Ästhetik der Berliner Architektur

Die Skyline Berlins entwickelt sich. Mit jedem neuen Hochhausprojekt kommt ein weiteres Unikat hinzu. Doch nicht nur die schiere Größe eines Immobilienobjektes macht es zu einem Wahrzeichen. Vielmehr muss die Architektur überzeugen und das Konzept in das Umfeld der direkten Nachbarschaft passen.

Aktuell werden die Pläne für das neue Hochhausprojekt am Alexanderplatz diskutiert. Entworfen vom renommierten Architektenbüro GEHRY entsteht das höchste Wohnhochhaus Deutschlands mitten im Zentrum Berlins. Der in den 1990er Jahre entworfene Masterplan von Hans Kollhoff für die Bebauung rund um den Alexanderplatz sah sogar eine ganze Reihe von Hochhäusern vor. Nachdem zwei Jahrzehnte keines dieser Projekte realisiert wurde – aus Gründen mangelnder Wirtschaftlichkeit, wie es heißt – wird nun ein neuer Masterplan gefordert. Dieser soll nun um den Gehry-Tower herum entwickelt werden. 150 Meter hoch soll der Turm des Immobilienunternehmens Hines werden und erfüllt damit klar die Kriterien eines Wolkenkratzers.

Etwa 300 Eigentumswohnungen werden in dem Turm entstehen und man darf bereits jetzt vermuten, dass diese Wohnungen die neue Obergrenze Berliner Immobilienpreise setzen werden. Zudem wird das Hochhaus ein Designhotel beherbergen und somit auch Reisenden die Möglichkeit bieten zumindest für ein paar Nächte in Berlins höchster Lage zu wohnen.

Das Gehry-Hochhaus mit seiner ambitionierten Architektur darf als Indiz für einen neuen Anspruch an Neubauprojekte in Berlin gewertet werden. Peter von Becker forderte jüngst in einem Kommentar im Tagesspiegel, dass die Architektur großer Neubauprojekte dem Anspruch Berlins als Weltstadt gerecht werden müsse. Er regt dazu an, bestehende Baulücken mit moderner Architektur zu füllen und dabei Berlins Charakter als grünste Hauptstadt Europas zu bewahren.

Franz Rembold, Gründer und Geschäftsführer der AGROMEX:

„Diese Forderungen kann ich voll unterschreiben und unterstützen. Berlin bietet noch viel Raum für Neubauprojekte und bei der steigenden Nachfrage müssen diese auch realisiert werden. Die Kunst liegt dann darin, neue Projekte in Einklang mit der bestehenden Umgebung zu entwerfen und trotzdem Akzente zu setzen. Ich finde, dem Entwurf der Pysall Architekten für unser geplantes Hochhausensemble in der Fanny-Zobel-Straße ist dieser Spagat mit Bravour gelungen. Die bestehende Baulücke wird unter Berücksichtigung der Nachbarobjekte geschlossen. Zudem sorgen eine große Grünfläche und ein breiter Uferweg für Erholungsgebiete.“

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