Franz Rembold sieht in Hauptstadt keine Anzeichen für überhitzten Markt

Die Marktpreise für Eigentumswohnungen sind in den deutschen Metropolen in den vergangenen zwölf Monaten um bis zu 20 Prozent gestiegen. Die Mieten haben sich im gleichen Zeitraum lediglich um sieben Prozent erhöht. Einige Marktbeobachter bewerten die zu erwartenden Renditen als zu niedrig und warnen vor einer vermeintlichen Immobilienblase. Zumindest für die deutsche Hauptstadt gibt der Berliner Bauträger und Projektentwickler Agromex GmbH & Co. KG nun Entwarnung: „Es gibt keine Anzeichen für eine Überhitzung des Berliner Immobilienmarktes – ganz im Gegenteil“, erklärt Franz Rembold, Geschäftsführer der Agromex. „Die standortspezifischen Gegebenheiten weisen eher auf ein nachhaltiges Wachstum in den nächsten vier bis fünf Jahren hin. Und auch mittel- bis langfristig bleibt der Berliner Immobilienmarkt ein erstklassiger Investitionsstandort für risikoscheue Anleger.“

Fortlaufendes Wachstum

Immobilienexperte Rembold verweist insbesondere auf die fundamentalen Rahmenbedingungen der deutschen Hauptstadt. So kamen im letzten Jahr rund 40.000 neue Einwohner nach Berlin: Ein Trend, der sich laut einer Studie der Investitionsbank Berlin voraussichtlich bis 2030 fortsetzten wird. In diesem Zeitraum wird sich die Anzahl der Neuberliner auf insgesamt 250.000 zusätzliche Einwohner summieren – das entspricht in etwa der Bevölkerung eines ganzen Stadtbezirks. Und dieser Wohnraum muss erst noch entstehen: „Im letzten Jahr wurden in Berlin nur 3.500 neue Wohnungen übergeben, die dieser hohen Nachfrage nicht gerecht werden. Dementsprechend werden die Preise zumindest mittelfristig weiter steigen“, prognostiziert Rembold.

Keine Kreditblase

Auch der heimische Finanzmarkt deute nicht auf das Entstehen einer Immobilienblase: „In Deutschland gibt es keinerlei Hinweise auf eine für Preisblasen charakteristische explosive Kreditvergabe“, beruhigt Rembold. Vielmehr sei die Anzahl vergebenen Hypothekenkredite laut dem Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in den vergangenen zehn Jahren praktisch unverändert geblieben.

Zudem sei ein großer Teil der Interessenten nur sekundär an hohen Renditen interessiert: „Insbesondere Eigennutzer veranlasst die aktuelle Kombination aus extrem günstigem Baugeld und langfristig steigenden Mieten zum Kauf eines neuen Eigenheims“, analysiert Rembold. „Die ungebrochene Nachfrage nach gehobenem Wohnraum in Berlin zeigt auch die aktuelle Unterversorgung im hochpreisigen Segment – hier sind die Wohnungen mittlerweile nahezu ausverkauft.“

Warnung vor Euphorie

Dennoch rät Rembold insbesondere unerfahrenen Erstkäufern davon ab, unüberlegt in den Immobilienmarkt einzusteigen: „Eine Eigentumswohnung oder ein Haus sind niemals Selbstläufer und leider gibt es auch in der Immobilienbranche einige schwarze Schafe, die minderwertige Werte zu überhöhten Preisen anbieten“, erklärt Rembold. Dabei spielten emotionale und psychologische Faktoren eine große Rolle. So würden sich viele Käufer insbesondere im Frühjahr und Sommer für Wassergrundstücke interessieren. „Dabei sollten Interessenten aber bedenken, dass Berlin zum Glück über sehr viele interessante Wasserlagen verfügt. Vor einer definitiven Entscheidung sollten potenzielle Käufer deshalb unbedingt mehrere gleichwertige Angebote in unterschiedlichen Lagen miteinander vergleichen“, so Rembold.

 

Günstige Investitionsbedingungen

Risikoscheuen Käufern empfiehlt Rembold häufig eine konservative Anlagestrategie: „Moderne Neubauten in bester Lage sind insbesondere wertbeständig und bieten beste Renditechancen für Investoren und den höchsten Wohnkomfort für Eigennutzer.“

Die zukünftige Marktentwicklung bewertet der langjährige Projektentwickler optimistisch: „Berlin ist und bleibt eine der günstigsten Hauptstädte Europas. Damit sind die aktuellen Preissteigerungen lediglich eine Anpassung an das europäische Preisniveau“, resümiert Rembold. „Es wird noch Jahre dauern bis Berlin das Preisniveau von Hamburg oder München erreicht hat. Da gibt es bei den Immobilienpreisen noch sehr viel Potenzial nach oben.“

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