Verhaltener Mietanstieg in Berlin

Die Mietpreise in Berlin sind im vergangenen Jahr deutlich zurückhaltender gewachsen als in den Jahren zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt der Immobilienverband Deutschland (IVD) in einer aktuellen Studie. Danach haben sich 2012 die Mietpreise für Wohnungen in Standardlagen beim Abschluss von neuen Verträgen durchschnittlich von 6,70 Euro auf 6,90 Euro pro Quadratmeter erhöht – ein Anstieg von 3 Prozent. In besseren Lagen haben sich Wohnungen bei Neuvermietungen hingegen von 8,20 Euro auf 8,40 Euro pro Quadratmeter verteuert. Laut IVD sind die Mieten in beiden Lagen im Jahr zuvor noch um jeweils 8 Prozent gestiegen.

653178_web_R_B_by_Dieter Schütz_pixelio.deNachholeffekt schwächt sich ab

Als Hauptursache für den verlangsamten Mietanstieg sieht der IVD in der aktuell anziehenden Neubautätigkeit. In Westen Berlins waren die Mieten aufgrund eines Baubooms Mitte der 90er Jahre bis 1998 gesunken, dann 5 Jahre stagniert und danach seit 2003 kontinuierlich gestiegen. Die aktuelle positive Entwicklung sei aber durch politisches Eingreifen gefährdet, erklärte Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. Kappungsgrenzen bei Neuvermietungen, die zum Teil von der Politik gefordert werden, würden zu einer Verknappung von Wohnraum und damit keine Stabilität, sondern ein noch stärkerer Anstieg der Wohnkosten zur Folge haben.

IVD lehnt Mietpreisbremse ab

Staatlich verordnete Mietpreisbremse lehnt der IVD ab. Als Alternative forderte Schick das Land Berlin dazu auf, Bauland günstiger als bisher zu verkaufen und die Vergabe an Auflagen für die Miethöhe zu binden. Auch einen Wiedereinstieg in den sozialen Wohnungsbau lehnte der IVD ab.

 

Foto: © Dieter Schütz; pixelio.de

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